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Der Euro kommt...
Chronologie
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben in Brüssel den Start der
Europäischen Währungsunion (EWU) mit elf Ländern am 1. Januar
1999 beschlossen. Folgende wichtige Entscheidungen brachten den Euro auf
den Weg:
| 17. April 1989: |
EU-Kommissionspräsident Jacques Delors stellt einen 3-Stufen-Plan
für die Einführung einer gemeinsamen Währung vor. |
| 10. Dezember 1991: |
Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf den Maastrichter
Vertrag und fällen damit die Grundsatzentscheidung für die gemeinsame
Währung. Sie legen Konvergenzkriterien für Verschuldung, Zins- und
Inflationsentwicklung fest, die die Teilnehmerländer erfüllen sollen. |
| 1. Januar 1994: |
Das Europäische Währungsinstitut (EWI), der Vorläufer
der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in Frankfurt gegründet. |
| 15. Dezember 1995: |
Die Staats- und Regierungschefs der EU bekräftigen, daß die
neue Währung mit dem Namen Euro am 1. Januar 1999 eingeführt werden
soll. |
| 25. März 1998: |
Die Europäische Kommission schlägt 11 der 15 EU-Staaten als
Startteilnehmer der Währungsunion vor. Das EWI bescheinigt den EU-Staaten
Fortschritte beim Abbau ihrer Schulden, erklärt aber gleichzeitig, diese
Bemühungen müßten auch nach einer Teilnahme am Euro fortgesetzt
werden. |
| 23. April 1998: |
Der Deutsche Bundestag billigt mit großer Mehrheit den Euro-Start
mit 11 Ländern, einen Tag später billigt der Bundesrat gegen die
Stimmen Sachsens den Start. |
| 3. Mai 1998: |
Die Staats- und Regierungschefs der EU beschließen den Start der
EWU 1999 mit elf Ländern und nominieren Wim Duisenberg als ersten Präsidenten
der Europäischen Zentralbank. |
| 31. Dezember 1998: |
Der Umrechnungskurs zum Euro für die Währungen der Teilnehmerstaaten
wird endgültig und unveränderlich ermittelt. |
| 1. Januar 1999: |
Der Euro wird als Buchwährung eingeführt. |
| 1. Januar 2002: |
Banknoten und Münzen in Euro und Cent werden ausgegeben. |
| 1. Mai 2004 |
10 neue Länder in der EU: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern |
| 1. Januar.2007 |
Sloweinien führt den Euro ein. |
12 Teilnehmerländer und Umrechnungskurse
| Belgien |
BEF 40,3399 |
| Deutschland |
DM 1,95583 |
| Finnland |
FIM 5,94573 |
| Frankreich |
FRF 6,55957 |
| Griechenland |
DR 340,75
|
| Irland |
IEP 0,787564 |
| Italien |
ITL 1936,27 |
| Luxemburg |
LXF 40,3399 |
| Niederlande |
NLG 2,20371 |
| Österreich |
ATS 13,7603 |
| Portugal |
PTE 200,482 |
| Spanien |
ESP 166,386 |
Dänemark, Großbritannien und Schweden haben sich zunächst
gegen einen Beitritt ausgesprochen. Griechenland darf ab 1.1.2001 teilnehmen..
Zu den Euroländern gehören auch die Alandinseln, Azoren, Madeira,
Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan.
Der Euro in der Philatelie
a) Marken und Stempel mit dem Euro als Motiv
Briefmarken, Ganzsachen, Maschinenstempel, Sonderstempel und Absenderfreistempel
mit Abbildungen von Euro-Münzen und Bankonten oder dem Eurozeichen erscheinen
zur Zeit in vielen Ländern. Zum Thema gehören aber auch Belege
zur Vorgeschichte, zu Konferenzen oder zur European Currency Unit (ECU).
b) Marken und Absenderfreistempel in der Währung
Euro
Die ersten Briefmarken in EURO sind drei belgische Eisenbahnpaketmarken vom
3. Oktober 1998 zu 40 BFR=1 EURO, 80 BFR=2 EURO, 160 BFR=4 EURO.
In Deutschland ist am 12. Mai 2000 die Europamarke mit Währungsangabe
in DM und Euro erschienen.
Am 28. September 2001 folgten die ersten Marken der Dauerserie "Sehenswürdigkeiten"
mit Wertangabe in DM und Euro heraus (10 Pf = 0,05 €, 110 Pf = 0,56 €,
300 Pf = 1,53 €). Ab 1.1.2001 erschienen alle Marken mit doppelter Währungsangabe. Alle Marken mit doppelter Währungsangabe sind unbeschränkt gültig. Marken mit Währungsangabe nur in DM und Pfennig wurden am 30.6.2002 ungültig.
Am 10.1.2002 erschienen die ersten Marken der Deutschen Post AG in Euro.
Absenderfreistempel in Euro sind offiziell ab 1.10.1999 in Deutschland möglich.
Probeweise wurden aber auch schon einige Wochen früher Maschinen umgestellt. |